EWS 2016 #1: Rude und Ravanel gewinnen Saisonauftakt in Chile

Endlich geht es wieder los! Die Enduro World Series startet wieder in die neue Saison und verspricht mit actionreichen Rennen, großen Emotionen und grandiosen Schauplätzen einmal mehr feinstes Mountainbike-Entertainment. Wir halten euch über die komplette Saison hinweg auf dem Laufenden.

Pierre-Charles Georges or Piche as he's known flying down stage 2

Die Enduro World Series (EWS) Saison hätte nicht dramatischer starten können. Nachdem ein Waldbrand Freitagabend in den Bergen nahe des Startpunkts des Rennens ausbrach, war die Veranstaltung einem Abbruch nahe. Doch die Situation wurde von Sicherheitskräften als Sicher eingestuft. Die neue EWS Saison konnte wie geplant in Corral, Chile starten. So konnten sich insgesamt 400 Fahrer auf den Weg zu den Trails in dem Gebiet machen, das lokal auch unter dem Namen “kalter Jungel” bekannt ist. Die frisch angelegten Trails, die gelegentlich herrliche Blicke zum Pazifischen Ozean gewährten, entlohnten für einen harten Anstieg in der Hitze Chiles.

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Ein Waldbrand am Vortag sorgte beinahe für einen Abbruch des Rennens

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Den Zuschauern wurde einiges Geboten.

Am Tag 1 dominierte Cecile Ravanel das geschehen und gewann die ersten beiden Stages. Anneke Beerten vom Team GT Factory Racing stand am Ende des Tages auf Platz 2, der französische Nachwuchsstar Isabeau Courdurier (SUNN) beendete das Rennen als dritte.

Bei den Männern glänzte Jerome Clementz mit einem starken Start und konnte Stage 1 für sich entscheiden. Vorjahressieger Richie Rude (Yeti / Fox Shox) hielt jedoch den Druck hoch und gewann daraufhin Stage 2 und 3 und steht damit am Ende des Tages an der Spitze des Gesamtklassements, gefolgt von Martin Maes (GT Factory Racing) und Nico Vouilloz (Lapierre Gravity Republic).

Titelverteidiger Richie Rude knüpfte an seine Leistungen der vergangenen Saison an.

Auch wenn sich das Klassement am nächsten Renntag nicht änderte, wurde den anwesenden Zuschauern vor allem in den letzten 3 Stages einiges an Action geboten. Jared Graves (Specialized Racing) hatte mit einer gerissenen Kette zu kämpfen, konnte das Problem lösen und schaffte es rechtzeitig zum Start der Stage 6. Gleich zu Anfang Stage riss die Kette jedoch erneut. Trotzdem beendete Graves das Rennen mit dem 6.Platz. Obwohl die beiden führenden Rude und Ravanel Unfälle auf der Strecke hatten, ließen sie sich ihre Führung nicht mehr nehmen.

Die Strecken verlangten den Profis einiges ab. 

Sarah Leishman auf Stage 3.

“Natürlich bin ich hier angereist, um zu gewinnen. diese Erwartungshaltung macht es aber deutlich schwieriger” so Cecile nach dem Rennen. “Es ist nicht so leicht, unter diesem Druck zu fahren. Ich hoffe, dass ich für das nächste Rennen in Argentinien und den Rest der Saison gelassener werde. Der Abstand zu Anneke, Isabeau und den anderen war wirklich nicht sehr groß, was natürlich sehr gut für den Sport ist.”

Cecile Ravanel konnte 2 von 3 Stages für sich entscheiden.

Richie fügte hinzu: “Ich bin sehr glücklich, dass ich mir den Sieg heute geholt habe. Ein toller Start in die Saison, jetzt freue ich mich erst einmal auf Argentinien”

In der Männer U21-Wertung bestimmte Weltmeister Adrien Dailly vom Team Lapiere Gravity Republic das geschehen. Sebastien Calquin (Rocky Mountain Urge BP) landete auf Platz 2, gefolgt vom Chilenen Pedro Burns (Ibis Cycles Enduro Race). Karim Amour konnte in der Men´s Masters 40+ – Wertung mit einem überzeugendem Rennen Platz 1 sichern.
In der Teamwertung führt nun das Lapierre Gravity Republic Team vor des Teams Rocky Mountain Urge BP (2) und dem Devinci Enduro Racing (3) die Gesamtwertung an.

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Prost! Die Siegerinnen genießen ihren Schampus.

Weitere Informationen über die EWS auf www.enduroworldseries.com

 

Text: EWS  Bilder: EWS, Duncan Philpott photos

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