Paris-Roubaix 2016: Underdog Hayman gewinnt „The Hell of the North“

Paris Roubaix ist jedes Frühjahr ein Highlight. Dieses Jahr dominiert durch viele Stürze, beeindruckende Aufholjagden und einen Sieg des Underdogs Mathew Hayman von Team Orica Greenedge. Hayman trat damit die Nachfolge von John Degenkolb an, welcher seinen Titel aufgrund eines Trainingsunfalls Anfang des Jahres nicht verteidigen konnte. Für den 37-jährigen Hayman der größte Erfolg seiner Karriere. „Ich kann es nicht begreifen. Das ist mein Lieblingsrennen, davon habe ich immer geträumt. Das ist pure Freude“, so Hayman.

Auch für die Zuschauer war das Rennen dieses Jahr wieder ein Spektakel.

Für die Favoriten Fabian Cancellara und Peter Sagan gab es kein Platz auf dem Treppchen.  Regenschauer hatten in der vorangegangen Nacht die Kopfsteinpflaster unkontrollierbar gemacht und brachten Cancellara ca. 46 km vor dem Ziel zu Fall, um nur einen der vielen Stürze zu nennen. Er riss einige weitere Fahrer des Pelotons mit zu Boden. Peter Sagan, der dahinter fuhr konnte sich durch eine akrobatische Leistung im Sattel halten.

Paris Roubaix 2016 - 10/04/2016 - Compiègne / Roubaix (257,5 km) - Fabian Cancellara, Trek-Segafredo, en tête des coureurs à la sortie du secteur 18, la Trouée d'Arenberg

Fahrer auf der legendären Straße durch den Wald von Ahrenberg.

Für Tony Martin, den deutschen dreimaligen Weltmeister im Zeitfahren, war es auch ein erfolgreiches Rennen. Er fuhr dieses Jahr sein Debut beim Klassiker Paris-Roubaix, nachdem er sich beim Tour de France Etappensieg mit Kopfsteinpflaster – Segmenten Chancen ausrechnete. Doch zunächst war seine Aufgabe den Teamkapitän Boonen an die Ausreißergruppe ranzuführen. So erhöhte er vor dem Wald von Ahrenberg das Tempo, zerriss damit das große Hauptfeld und brachte Boonen in eine gute Position.

Im Velodrom in Roubaix kam es dann zum großen Sprintfinale zwischen Hayman und Boonen, welcher den zweiten Platz belegte. Dritter wurde der Brite Ian Stannard vom Team Sky.

Bild Roubaix 2 - Die Sieger- Hayman,Boonen, Stannard

Das Siegerpodest: Haymann, Boonen, Stannard.

Text: Robin Wiedmann    Bilder: A.S.O

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