Nightrides – Das solltet ihr beachten

Was tun, wenn die warme Jahreszeit sich dem Ende neigt und die Tage kälter und kürzer werden? Richtig, Funktionskleidung anziehen, Helmlampe aufziehen und ab auf die Trails! Nightrides nennt sich der neuste Trend, der Licht und vor allem Spaß in die dunkle Saisonpause bringt. Doch wer zum Nightrider werden will, sollte einige Dinge beachten, um mit einem breiten Grinsen und vor allem sicher wieder nach Hause zu kommen. Alles was ihr wissen müsst.

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Die richtige Ausrüstung

Wie so oft steht und fällt eine solche Aktion natürlich mit dem richtigen Equipment. Allen voran steht natürlich die Helmlampe, die euch den Weg ausreichend ausleuchten soll. Hier solltet ihr auf keinen Fall sparen und euch irgendeine Funzel aus dem Supermarkt kaufen! Die Auswahl an speziell für Nachtfahrten konzipierten Lampen ist in den letzten Jahren erheblich angewachsen und die technischen Finessen immer weiter vorangeschritten. Dabei scheint es die Prämisse der Hersteller zu sein, sich mit immer höheren Lux-Werten zu überbieten, sodass die Lampen schon längst im normalen Straßenverkehr aufgrund der enormen Leuchtkraft verboten sind. An dieser Stelle kommen wir unserer Pflicht nach und weisen darauf hin, dies auch ernst zu nehmen und entsprechend einzuhalten. Jedoch auch die Frage berechtigt, ob für einen Nightride unbedingt eine Lampe mit astronomischen Lux-Werten auch wirklich sinnvoll ist, zumal diese in der Regel weitaus teurer sind. Ich bin der Meinung, dass die Werte bis zu einem gewissen Punkt keinen Mehrwert auf dem Trail bringen. Fahrt ihr Beispielsweise unter nebligen Bedingungen, ist extreme Leuchtkraft eher hinderlich. Mit einer 2000 Lux starken Lampe seid ihr bereits bestens ausgestattet. Achtet stattdessen beim Kauf auf eine gute Akku-Leistung und weitere relevante Faktoren wie Montage, Verstellbarkeit oder Gewicht. So findet ihr eine Lampe, die euch ausreichtet den Weg ausleuchtet und euch nicht nach wenigen Stunden im Stich lässt.

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Leistungsstarke Lampen wie die Buster 2000 HL leuchten die Trails mit 2000 Lumen perfekt aus. Alle Lampen von Sigma Sport die wir im Sortiment haben findet ihr auf www.sigmasport.com

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Eine gute Helmleuchte zeichnet unter anderem durch eine einfache Montage und einen sicheren Sitz aus.

Nichts überstürzen

Solltet ihr einen Trail fahren, der euch bislang unbekannt ist, sind waghalsige Experimente zu vermeiden und gefährliches Halbkönnen in keinem Fall unter Beweis zu stellen. Lasst es stattdessen locker angehen, haltet die Konzentration auf den Trail gerichtet und die Finger öfter als sonst am Bremshebel. Eure Gesundheit wird es euch danken! Fahrt ihr euren Hometrail und habt ausreichend Sicht könnt ihr den Fuß in gesundem Maß auf dem Gas und den Flow überhand gewinnen lassen.

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Der nächtliche Ausflug kann bei klaren Sichtverhältnissen atemberaubende Ausblicke schaffen.

Vorbereitung und Absicherung

Als oberstes Gebot gilt, sich niemals alleine in die Dunkelheit zu begeben, selbst wenn ihr den Trail in- und auswendig kennt. Diesen Punkt solltet ihr in keinem Fall vernachlässigen! Die Gründe liegen auf der Hand. Im Fall eines ernsthaften Sturzes mit einhergehender Verletzung werdet ihr aller Wahrscheinlichkeit nach unmittelbare Hilfe nicht vorfinden. Der Trail-Spaß am Abend kann so ganz schnell zu einer ernsten Notfallsituation werden. In solch einem Fall werdet ihr euren Bike-Kumpel, der euch zum nächsten Krankenhaus schleppt oder Hilfe ruft, mehr lieben als jemals zuvor.

Weiterhin solltet ihr den Einfluss der Dunkelheit oder Nebel auf euren Orientierungssinn und nicht unterschätzen! Wichtige Orientierungspunkte werden unter Umständen schlichtweg nicht mehr wahrgenommen und gewohnte Entfernungen falsch eingeordnet. Werft daher vor der Tour einen Blick auf Google-Maps oder auf die gute alte Landkarte und beantwortet euch vorab wichtige Fragen wie:

  • Wie weit ist das nächste Dorf oder die nächste Stadt entfernt?
  • Wo verlaufen Forstwege- oder Asphaltstraßen?
  • Wo liegen markante Orientierungspunkte in der Umgebung (Zum Beispiel Hütten oder Funktürme)?

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Begibt man sich in unbekannte Terretorien ist eine gute Vorbereitung umso wichtiger. 

 

Vor dem Start eures Nightrides gilt es in jedem Fall nochmals den Füllstand eures Akkus zu prüfen. Dabei solltet ihr berücksichtigen, dass frostige Temperaturen die Energie gnadenlos aus eurem Smartphone saugt und euch schnell alt aussehen lassen kann. Um im schlimmsten Fall wirklich abgesichert zu sein, solltet ihr vor eurer Fahrt Freunde oder Familienangehörige wissen lassen, wo genau ihr unterwegs sein werdet. An dieser Stelle empfiehlt sich die Funktion Garmin Live und das neue Strava Beacon (nur für Premium-Nutzer), womit das GPS Signal eures Garmin-Geräts oder Smartphones in Echtzeit an andere Nutzer wiedergeben werden kann.

 

Fazit:

Nightrides machen einen riesen Spaß und lassen die oft schier endlose Saisonpause kurzweiliger wirken. Zudem wird der schon langweilig geglaubte Hometrail im wahrsten Sinne in ein neues Licht gerückt und wieder attraktiver. Trotzdem sollte man sich den schwierigeren Umständen im Klaren sein und entsprechende Vorkehrungen treffen. Zusammen mit dem richtigen Equipment kann dem nächtlichen Trailride dann nichts mehr im Wege stehen.

 

Text: Pascal Fessler   Bilder: Pascal Fessler, Sigma Sport 

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