EWS 2017 #2: Isabeau Courdurier und Adrien Dailly triumphieren in Tasmanien

In einem erneut wilden Rennen liefern sich die Fahrer unter strömenden Regen eine wilde Schlammschlacht, die Isabeau Courdurier und Adrien Dailly für sich entscheiden könnten. Die Highlights des Rennens in der Zusammenfassung.

Die trockenen und staubigen Bedingungen am Trainingslauf waren schnell vergessen, als die Fahrer an die Startlinie gingen und ihnen bei strömenden Regen 7 Stages mit insgesamt 57 Kilometer und 1500 Höhenmeter bevorstanden. Wurden die Stages an den trockenen Trainingstagen noch als eine der spaßigsten überhaupt gefeiert, lehrten genau diese unter den glitschig nassen Bedingungen vielen Fahrern das fürchten.

Die Tage vor dem Rennen lieferten den Fotografen Steilvorlagen zu grandiosen Bildern.

So oder so stand also fest, dass ein spannendes Rennen bevorstehen wird, bei dem das Fahrerfeld von Runde zu Runde durcheinander gewürfelt werden wird. Diese brisante Konstellation konnte der Junge Adrien Dailly (Lapierre Gravity Republic) für sich nutzen, der frisch aus der U21-Wertung zu den Profis stieß und somit einen Einstand nach Maß feiern konnte. Doch eng war es allemal. Bis zur sechsten Stage führte der erneut stark auftretende Greg Callaghan (Cube Action Team), der sich jedoch nach einem saftigen Crash hintenanstellen musste. Eine starke Aufholjagd sicherte Sam Hill (Chain Reaction Cycles Mavic) Stage 5 und 7 und damit Platz 3 in der Gesamtwertung.

Der junge Adrien Dailly lässt mit seinem ersten Sieg aufhorchen.

Auch Greg Callaghan fühlte sich auf dem nassen Untergrund wieder wohl, musste sich jedoch nach einem Crash mit Platz 2 begnügen.

Auf den überraschenden Sieg angesprochen entgegnete Adrien: „Klar bin ich glücklich heute gewonnen zu haben, aber ich war auch echt überrascht. Ich habe zwar schon in der U21 gewonnen, aber das ich ein Rennen in der Männer-Wertung gewinnen konnte ist schon etwas besonderes für mich. Ich liebe die Trails hier in Derby und die Zuschauer waren einfach der Wahnsinn! Jetzt freue ich mich erst recht auf die restliche Saison.“

Coole Steinformation auf Stage 6.

Trotz der schwierigen Bedingungen ließen sich einige Fahrer den Spaß nicht nehmen.

In der Frauen-Wertung menschelt es ebenfalls. Isabeau ließ ihre Absichten, dieses Rennen für sich zu entscheiden, von Anfang erkennen. So gewann sie die ersten 3 Stages und war auf dem Weg zu ihrem ersten EWS-Sieg nicht mehr zu bremsen. Auch nicht von Abo-Siegerin Cecile Ravanel (Commencal Vallnord Enduro-Team), die an diesem Tag Schwierigkeiten hatte und gar gegen Ines Thoma (Canyon Factory Enduro Team) um Platz 2 kämpfen musste.

Zum ersten Mal muss Dauersiegerin Cecile Ravanel Platz 1 an Verfolgerin Isabeau Courdurier abgeben.

Ines Thoma lieferte erneut ein starkes Rennen und festigt einen Platz unter den Top 3.

Isabeau nach dem Rennen: „Nach Rotorua habe ich nicht geglaubt heute hier zu gewinnen. Ich wollte einfach möglichst sicher das Rennen beenden. Die Bedingungen waren extrem schwierig, da ich normalerweise nicht im Nassen fahre. Ich bin aber einfach ruhig geblieben und habe ein paar gute Lines gewählt.“

In der U21-Wertung belegte der Australier Ben Mcllroy Platz 1, gefolgt von Lanzmann Blake Pearce auf Platz 2 und Ben Friel auf Platz 3.

Die Teamwertung führt nach wie vor das GT Factory Racing Team an. Dahinter folgen das Canyon Factory Racing Team und Rocky Mountain Urge bp Team.

Das Träppchen von Links nach Rechts: Greg Callaghan, Adrien Dailly, Sam Hill

 

Weiter geht es am 13. Mai auf der wunderschönen Blumeninsel Madeira.

Weitere Infos zur EWS findet ihr unter www.enduroworldseries.com

 

Bild & Text: EWS

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