EWS 2016 #7: Sam Hill und Cecile Ravanel gewinnen vorletztes Rennen in Valberg

Oftmals war er ganz dicht dran, nun hat er es endlich geschafft: Sam Hill gewinnt in Valberg, ein denkwürdiges Rennen, in dem auch Cecile Ravanel erneut ihre Dominanz unter Beweis stellen konnte.

29454429250_501199a3be_h

Das vorletzte Rennen der Enduro World Series im französischen Valber versprach noch vor dem Start einiges an Drama. Eine apokalyptische Wettervorhersage zwang die Veranstalter zum Abruch des Prologs, bei dem die Fahrer die Strecke etwas genauer unter die Lupe nehmen können. Auch Stage 2 musste in Folge des Unwetters am Folgetag daran glauben und fand nicht statt. Doch selbst ohne die abgesagten Stages sahen die Fahrer einem intensiven Renntag entgegen. Insgesamt 1600 Höhenmeter und 2500 Tiefenmeter über eine Gesamtstrecke 51 Kilometer standen den Teilnehmern bevor.

29668580526_22a779bd3f_h

Während der Trainingstage konnten sich die Fahrer schonmal eingrooven.

Am Ende waren es zwei Legenden des Mountainbikings, die sich um das Podium duelierten – Sam Hill (Chain Reaction Cycles Paypal) und Nico Vouilloz (Lapierre Gravity Republic). Über insgesamt 7 Stages ging es Kopf an Kopf um den Sieg in den atemberaubenden französischen Seealpen. Ebenfalls vorne mitgemischt hat der Junge Jesse Melamed vom Team Rocky Mountain Urge bp, der auf einem bemerkenswerten dritten Platz landete. Hill war an diesem Wochenende einfach zu stark und überquerte die Ziellinie mit insgesamt 9 Sekunden Vorsprung noch vor Vouilloz.

29659687062_7df6b9a0c6_h

Get low and fast: Jesse Melamed mit Speed zu seinem ersten Podiumsplatz.

 

Hill nach dem Sieg sichtlich glücklich „Es fühlt sich wunderbar an. Ich hab einfach versucht nicht über meine Führung nachzudenken und hab auf jeder Stage einfach Gas gegeben. Nico hat mich schon ordentlich bedrängt, sodass ich versucht habe meinen Vorsprung nicht durch Fehler zu verspielen. Es war ein großes Ziel von mir, ein EWS Rennen diese Saison zu gewinnen.“

29146883893_eaaee019dd_h

Das Event lockte die Bewohner aus ihren Häusern.

29771979195_9426dcdc97_h

Darf natürlich nicht fehlen: Das französische Nationalmaskotchen.

Unverändert blieb dagegen die Dominanz im Feld der Powerfrauen von Commencal Vallnord Enduro-Fahrerin Cecile Ravanel. Insgesamt vier der sieben Stages konnte sie für sich entscheiden, die restlichen drei gingen an ihre größte Konkurrentin Isabeau Courdurier (SUNN). Dementsprechend knapp viel der Vorsprung der Dauersiegerin aus. Lediglich 30 Sekunden trennten die beiden Französinnen voneinander. Ebenfalls erneut auf dem Treppchen stand die Deutsche Ines Thoma (Canyon Factory Enduro Team).

29736108696_592f533f17_h

So nah war Isabeau Courdurier wohl noch nie am Sieg dran.

29771981545_9fe4f5477a_h

 

Auch in Valberg galt es einige knifflige Schlüsselstellen zu meistern.

Die Siegerin gab sich nicht nur mit der eigenen Leistung zufrieden, sondern war von der Streckenwahl begeistert: „Ich bin sehr froh hier heute gewonnen zu haben. Der Kurs war einfach genial heute, weil er alles beinhaltete: Pedal-Sections und immer wieder lange und kurze Abschnitte. Ich mag das.“

29689545351_61eb264fe6_h

Unter perfekten Bedingungen ging es Richtung Ziel ins Tal.

Ganz besonders spannend war und wird es zwischen den U21-Fahrern Sebastian Claquin und Adrien Dailly (Lapierre Gravity Republic), der das Rennen für sich entscheiden konnte und somit nun punktgleich mit seinem Landsmann im Gesamtklassement liegt. Die Entscheidung in der Wertung der U21-Männer wird also in der letzten Runde in Finale Ligure (Italien) fallen.

Das Rocky Mountain Urge bp Team glänzt erneut im Verbund und belegte in der Team-Wertung erneut Platz 1, gefolgt vom Cube Action Team (Platz 2) und dem ibis Cycle Enduro Race Team (Platz 3).

29144343484_62dd5fc429_h

Das Podium der Männer von links nach rechts: Vouilloz, Hill, Melamed 

29144343734_b6c87ba387_h

Das Podium der Frauen von links nach rechts: Courdurier, Ravanel, Thoma

 

Am 01. und 02. Oktober richten sich dann alle Augen auf das große Finale der Serie im wunderschönen Finale Ligure.

 

Weitere Informationen zur EWS findet ihr auf www.enduroworldseries.com

 

Text: Pascal Fessler, EWS  Bild: EWS

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.