EWS 2016 #5: Jared Graves und Cecile Ravanel gewinnen in Colorado

 

Nachdem sich der Topfavorit Richie Rude während des Trainings bei einem Sturz eine Schulterverletzung erlitt, steht nun ein anderer ganz oben auf dem Treppchen – Jared Graves! Auch die Franzosen können melden sich nach längerer Abstinenz auf dem Podium zurück. Ravanel gewinnt erneut souverän. Die Highlights aus Colorado im Überblick.

Ein Rennen unter der sengenden Hitze in Colorado in einer Höhe von 10.000 Fuß kann wahrlich nicht als Zuckerschlecken bezeichnet werden, doch Jared Graves (Specialized) und Ravanel (Commencal Vallnord Enduro Racing Team) ließen es genau wie dieses aussehen.

Beim Rennen der Frauen machte Cecile Ravanel gleich zu beginn deutlich, dass es an ihr erneut kein Vorbeikommen geben wird. Sie beendete Tag 1 mit insgesamt 53 Sekunden Vorsprung vor Verfolgerin Isabeau Courdurier (SUNN) und 56 Sekunden vor der deutschen ibis Cycles Teamfahrerin Anita Gehrig. Ganz ähnlich lief es für Graves, der 21 Sekunden vor dem Franzosen Nico Lau (Cube Action Team) und 31 Sekunden vor dessen Landsmann Martin Maes (GT Factory Racing) in Vorsprung lag.

28070555264_cd9e11c64e_h

Jared Graves behielt einen kühlen Kopf und sicherte sich mit 41 Sekunden Vorsprung Platz 1.

28377164610_f6c822ec60_h

Erneut ein beeindruckendes Rennen von Cecile Ravanel.

Während die beiden führenden Cecile und Graves auch am zweiten Tag keine Anstalten machten, ihre Führungsposition abzugeben, waren die Kämpfe um die weiteren Podiumsplätze umso spannender. So kam Anita Gehrig zum ersten Mal in den Genuss mit dem zweiten Platz auf dem Treppchen zu stehen. Isabeau Courdurier landete dahinter auf dem dritten Platz. Auch Nico Lau konnte ein Platz auf dem Podium sichern, allerdings wurde er durch eine starke Performance von Jerome Clementz (Cannondale) von Platz zwei auf den dritten Platz verdrängt.

28610001241_362a100d27_h

Die Stages waren in Colorado vor allem eines: Wahnwitzig schnell!

Der Sieger Jared Graves am Ende seines erfolgreichen Tages: „Es war wirklich ein phantastisches Wochenende. Ich bin froh, dass es endlich zum Sieg gereicht hat. Ich fühle mich in Colorado immer sehr wohl und mag die Stages. Sie haben alle einen guten Mix und nach der ersten Stage konnte ich ordentlich Selbstvertrauen tanken.“

Cecile fügte hinzu: „Ich habe einfach versucht Spaß zu haben – das war nicht ganz einfach in dieser Höhe und den physischen Stages. Nun freue ich mich auf Whistler – es ist mein Ziel dieses Jahr dort zu gewinnen, schauen wir was passiert.“

28583014421_e513fb1312_h

Nach langer Verletzungspause landete Martin Maes auf Platz 4. Was für ein Comeback! 

In der U21-Männer-Wertung fuhr erneut der junge Franzose Adrien Dailly (Lapierre Gravity Republic) allen auf und davon. Die überaus starke Leistung von Sebastien Claquin (Rocky Mountain Urge bp) reichte nur für Platz 2, gefolgt vom Sieger der Runde 3 Killian Callaghan. Im Feld der U21-Frauen standen waren alle drei Podiumsplätze durch die USA vertreten. Samantha Soranio landete auf Platz 1, Lia Westermann auf Platz 2 und Abby Hobbs auf Platz 3.

28070558714_becbe0e567_h

Jerome Clementz freut sich sichtlich auf seinen dritten Platz.

28070562304_7db7b2561c_h

Die Sieger der Runde 5 von rechts nach links: Nico Lau, Jared Graves, Jerome Clementz.

Auch bei der Master-Wertung gab es Veränderungen, was die oberen Plätze betrifft. Der Amerikaner Michael Broderick landete auf dem ersten Platz, gefolgt von Joe Lawwill und Randal Huntington.

Die Team-Wertung führt unverändert das Rocky Mountain Urge bp-Team an. Ibis Cycles landete ebenfalls erneut auf Platz 2. Das Team Specialized auf Platz 3.

Weitere Infos zur EWS findet ihr unter www.enduroworldseries.com

 

Text: EWS   Bilder: EWS


 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.